Was sollen solche pauschalen Vorurteile bezwecken? Die Jungen wissen ja doch nicht, wie viele Leute entlassen werden und was die UBS vor Jahrzehnten alles angestellt hat. Dass aber die Swisscom damals noch ein Staatsunternehmen und damit noch nicht der Marktwirtschaft ausgesetzt war, ist bereits vergessen, ist ja schliesslich lange her…
gruss, aeschli
Warum pauschales Vorurteil? Einerseits nicht pauschal (ich sprach von der UBS und von der Swisscom, sonst von keiner Firma), zudem: worin genau liegt das Vorurteil, wenn ich Anstoss daran nehme, dass zwei Grossunternehmen die Belegschaft trotz hervorragender Bilanzen massiv reduzieren? Zudem: ich sprach hier auch nicht von Entlassungen von vor ein paar Jahrzehnten, sondern in den letzten Monaten und Jahre - das hat jeder mitgekriegt, der mal ab und zu die Zeitung liest. Bei der Swisscom das selbe in grün. Zudem hat die SC noch immer Monopole (Hausanschlüsse, ADSL) und nutzt diese noch immer nach Strich und Faden aus.
Und hierrauf begründen meine “realitätsfremden Utopien”:
Zum Arbeitklima: Vielleicht habe ich ja einen Sonderfall erwischt, aber ich konnte in der Walliseller Filiale der UBS absolut keine schlechte Stimmung erkennen.
Sorry, wenn das missverständlich war - mein Bruder hat bei der Swisscom gearbeitet, nicht bei der UBS. Allerdings arbeitet ein ehemaliger Studienkollege von mir in der IT bei der UBS in Basel - dort geht’s ebenfalls drunter und drüber, seit mehr als die Hälfte der Belegschaft entlassen wurde und der übriggebliebene Teil jetzt doppel soviel arbeiten darf.
Die Swisscom zählt neben der Post und ein paar weiteren, ehemals staatlichen Unternehmen zu den Firmen, die machen können, was sie wollen, und trotzdem immer von allen Seiten kritisiert werden. Ob man nun den Kassensturz schaut oder den K-Tipp liest, es sind immer die gleichen Vorurteile: Die Swisscom zählt zu den Bösen, sie entlässt Mitarbeiter während die Aktionäre Milliarden einstreichen.
Früher profitierte die Swisscom (auch wenn sie noch nicht so hiess) von geschlossenen Märkten und staatl. Geldern. Wie viele Länder in Europa hat auch die Schweiz viele Unternehmen privatisiert. In diesem Prozess ist es einfach logisch, dass man die Strukturen straffen muss, um konkurrenzfähig zu sein. Man darf nicht erwarten, dass die Swisscom die Preise senkt und die Angestellten dennoch Beamtenlöhne kassieren, das schliesst sich gegenseitig aus.
Man darf nicht immer mit zweierlei Mass messen. Die Durchschnittslöhne bei der Post und bei der Swisscom sind im Schnitt ca. 1000-1500 Franken höher als bei der Konkurrenz. Trotzdem gerät die Swisscom wegen ihrer Lohnpolitik immer wieder in die Kritik, Sunrise und Orange aber nie. Die Swisscom (übrigens auch die UBS) bietet attraktive Lehrstellen an, Sunrise und Orange bilden keine Lehrlinge aus.
Klar finde ich gewisse Massnahmen der Swisscom oder der UBS auch fragwürdig. Auch ich finde es nicht toll, wenn der UBS-CEO 20 Millionen im Jahr verdient, während er einen Sparkurs durchsetzen will. Aber man darf einer Firma nicht einen Vorwurf machen, wenn sie profitabel wirtschaftet, unabhängig von allfälligen Entlassungen. Manchmal habe ich den Eindruck, die Schweiz fühlt sich in ihrem Stolz verletzt, wenn eines ihrer Vorzeigeunternehmen Mitarbeiter entlässt. Wenn man die UBS boykottieren soll, weshalb macht man das Gleiche nicht mit Apple und kauft keine Macs mehr? Die haben es auch geschafft, ihre Mitarbeiterzahl innerhalb eines halbes Jahrzehntes nahezu zu halbieren. Die Grossbanken erzielten noch vor anderthalb Jahren Milliardenverluste, da ist dann halt sparen angesagt.
Die Swisscom hat etwas erreicht, was nur ganz wenige andere Firmen geschafft haben: Sie hat den Übergang in eine Marktwirtschaft erfolgreich gemeistert und ist nach wie vor profitabel. Bevor man aufzählt, was die Swisscom alles falsch macht, lohnt es sich, über den Tellerrand zu schauen und Vergleiche zu anderen Unternehmen zu ziehen. Egal wo man hin schaut, ob nach Deutschland, Italien oder Frankreich, überall machen die Telekoms Milliardenverluste und die Dienstleistungsqualität befindet sich auf einem extrem tiefen Niveau. Das gleiche gilt auch für die Deutsche Post oder diverse Staatsbahnen, die häufig auch privatisiert wurden.
Die Swisscom zählt neben der Post und ein paar weiteren, ehemals staatlichen Unternehmen zu den Firmen, die machen können, was sie wollen, und trotzdem immer von allen Seiten kritisiert werden.
Die Durchschnittslöhne bei der Post und bei der Swisscom sind im Schnitt ca. 1000-1500 Franken höher als bei der Konkurrenz. Trotzdem gerät die Swisscom wegen ihrer Lohnpolitik immer wieder in die Kritik, Sunrise und Orange aber nie. Die Swisscom (übrigens auch die UBS) bietet attraktive Lehrstellen an, Sunrise und Orange bilden keine Lehrlinge aus.
Aber man darf einer Firma nicht einen Vorwurf machen, wenn sie profitabel wirtschaftet, unabhängig von allfälligen Entlassungen.
Ich kritisieren die Swisscom in jenen Bereichen, in denen sie noch immer ein (nach Kartellrecht an sich illegales) Monopol hat. Was die sonst treiben, ist mir egal.
Mein Bruder hat im First- und Secondlevel Support gearbeitet und 19 Fr. pro Stunde verdient. Industriemittel ist 30 Fr. pro Stunde. Soviel zu höhere Löhne bei der Swisscom - das ganze war eine reine Ausbeuterei, von A bis Z. Die Swisscom hat gezielt die miserable Lage auf dem Arbeitsmarkt ausgenutzt, Leute entlassen, um sie dann mit 30% weniger Lohne wieder einzustellen etc. Gut - andere Firmen machen das auch. Mein Bruder hat aber im ADSL Bereich gearbeitet, wo die Swisscom (im Moment noch) ein staatlich garantiertes Monopol hat und die Preise diktieren kann, wie sie will. Dort spielt keine Marktwirtschaft und dort hat die Swisscom eine gewisse Verpflichtung gegenüber der Bevölkerung, der sie ihre marktbeherrschende Stellung indirekt verdankt. Dennoch wird extrem assozial und unfair agiert - für mich das allerletzte.
Ich finde es in der aktuellen Lage absolut widerlich, wenn Firmen Leute auf die Strasse setzen, obwohl man satte Gewinne einfährt. Arbeiter im Informatiksektor haben dabei (egal wie gut sie qualifiziert sein mögen) momentan praktisch keine Chance, in absehbarer Zeit wieder einen Stelle zu finden. Dabei legen Firmen wie die Swisscom oder die UBS ein Verhalten an den Tag, das klar beweist, dass ihnen die Mitarbeiter im Grunde völlig egal sind. Dieses menschenverachtende Getue sollte vom Staat sanktioniert werden - genau sowas ist übrigens gerade in Deutschland im Gespräch: Firmen, die Leute ungerechtfertigt entlassen, sollen Steuervorteile verlieren.
Ich habe im Moment noch 13 Songs kostenlos zum runterladen.
Möchte jetzt ein Album kaufen. Was passiert jetzt? Zieht er 15 Franken von meiner Karte, 10 gratis Songs oder dümmer, zieht er 13 Songs ab und die restlichen 4 Songs (album hat 17 Tracks) muss ich mit je 1.50 CHF berappen?
Danke für eure Hilfe.
Ich denke, wenn du das Album im Warenkorb hast, zieht er es von der Karte ab. Die Gratissongs gehen nur bei einzelnen Songs.
Gruss mesi
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